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Religion der Christen kennenlernen
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Geschrieben von Josef Heinz   
Thursday, 04 August 2016

Ende des 2. Jahrhunderts

Wie ich sehe, vortrefflicher Diognet, bist du mit ungewöhnlichem Eifer bestrebt, die Religion der Christen kennenzulernen und erkundigst dich ganz genau und mit Sorgfalt über diese: Welchem Gott sie gläubig vertrauen, ... auch welche Herzlichkeit sie gegeneinander hegen und warum jemals dieses bis dahin unbekannte Volk oder diese Lebensweise erst jetzt und nicht schon früher zu bestehen begonnen hat. Ich stimme dir bei wegen dieser Bereitwilligkeit und bitte für mich von Gott - der sowohl das Sprechen als auch das Hören uns gewährt -, daß mir gegeben werde, so zu sprechen, daß nach Möglichkeit du als Hörer besser werdest, und daß dir gewährt werden möge, so zuzuhören, daß nicht traurig gemacht werde der Sprecher.

Überlegungen zur heidnischen Götterverehrung

Ist das alles nicht vergänglicher Stoff? Ist es nicht aus Eisen und Feuer geschmiedet? Hat nicht das eine von diesen Dingen ein Steinmetz, das andere ein Gießer, wieder das andere ein Silberschmied, ein anderes ein Töpfer verfertigt? War nicht ein jedes dieser Materialien gestaltbar, bevor es durch die Kunstfertigkeit dieser Männer in die Form von Göttern gebracht wurde und ist es nicht auch jetzt zu allen möglichen Dingen gestaltbar? Könnten wohl nicht die gegenwärtigen Gerätschaften, die aus demselben Stoff bestehen, wenn sie sich zufällig bei denselben Künstlern befänden. solcherlei Götterbildern ähnlich werden? Könnten nicht umgekehrt diese Gegenstände, die jetzt von euch fußfällig verehrt werden, von Menschen zu Geräten gemacht werden, gleichartig den oben beschriebenen? Sind sie nicht alle taub, blind, leblos, empfindungslos und bewegungslos? Sind sie nicht alle Fäulnis und Vernichtung unterworfen? So etwas nennt ihr Götter, diesen dient ihr, diesen huldigt ihr kniend und zuletzt werdet ihr diesen ähnlich.

Deswegen haßt ihr die Christen, weil sie diese nicht als Götter ansehen.

Ihr jedoch, die ihr jetzt felsenfest an diese glaubt, verachtet ihr sie nicht in weit höherem Maße? Verspottet und verhöhnt ihr sie nicht weit mehr dadurch, daß ihr zwar diejenigen, die aus Stein und Ton bestehen, ohne Bewachung heilig haltet, die aus Silber und Gold jedoch die Nacht über einschließt, während des Tages aber Wachen daneben hinstellt, damit sie nicht gestohlen werden?

...

Überlegungen zur jüdischen Gottesverehrung

Zunächst meine ich, daß du etwas darüber zu hören begehrst, warum Christen nicht auf dieselbe Weise wie Juden Gott die Ehre erweisen.

Zum Opferkult

Wenn die Juden sich dieses vorher genannten Götzendienstes enthalten, haben sie in der Tat recht, an den einen Gott zu glauben und ihn als Herrn des Alls zu verehren; wenn sie aber ihm auf die gleiche Art wie die vorher erwähnten Heiden diese Verehrung erweisen, irren sie sich.

Denn die Heiden geben dadurch, daß sie gefühllosen und unempfindlichen Wesen opfern, einen Beweis von Unverstand; die Juden nun sollten, wenn sie der Auffassung sind, solche Opfer Gott darbringen zu müssen, als ob er sie begehrte, dies zu Recht eher als Narrheit, keineswegs als Frömmigkeit ansehen. Der nämlich, der Himmel und Erde und alles, was darinnen ist, erschaffen hat und uns allen gnädig gewährt, was wir brauchen, er selbst bedarf doch nichts von dem, was er selbst denen gewährt, die es ihm zu geben glauben. Menschen, die glauben, ihm einen Dienst zu erweisen durch Opfer von Blut und Fettdampf und Brandopfer ganzer Tiere und ihn selbst durch solche Zeremonien zu ehren, die scheinen sich mir in nichts von denen zu unterscheiden, die gegenüber gefühllosen Götzen dieselbe Freigebigkeit an den Tag legen, die der Ehrung nicht teilhaftig werden können. Das stelle man sich vor: Geschenke an denjenigen zu verteilen, der keiner bedarf.

Zu den Speisegesetzen, zum Sabbat, zur Beschneidung

Aber was hingegen ihre ängstliche Vorsicht hinsichtlich der Speisen betrifft, ihren Aberglauben in bezug auf die Sabbate, die Prahlerei mit der Beschneidung, die Verstellung mit Fasten und Neumondsfeier, alles lächerliche und keiner Erwägung werte Dinge, so meine ich, daß du es nicht nötig hast, darüber von mir belehrt zu werden.

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